Fiebertherapie

Fiebertherapie,

schon im alten Grichenland von Perimides(540-480 v. Chr.) erwähnt:

"Gib mir einen Stoff der Fieber macht und ich heie Dir alle Krankheiten!"

Heute ist Fiebertherapie oder wissenschaftlich: Hypertermie  eine bewiesene Methode zur Einflußnahme auf chronische Infektionen, degenerative Erkrankungen und Krebs. 

Neben den beschriebenen und nachgewiesenen tumordestruktiven(=krebsschädigender) Wirkungen sind nach Prof. Dr. med. Wehner, gisunt-Klinik in Zetel, weitere positive Effekte denkbar:

Beschleunigung des Stoffwechsels und katalysierende Effekt lasen die Verstärkung anderer therapeutischer Bemühungen erwarten.

Zum Beispiel:

  • Intensivierung parenteraler Ernährungsprogramme
  • Schmerzminderung
  • Optimierung der Wirkung von Medikamenten 

In der Behandlung von chronischen Leiden und Kebs ist  die Potenz (Kraft) der medikamentöse und apparative Hypertermie eine wichtige Option, die  noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Als Bestandteil komplementärer sowie integrativer Konzepte trägt die Fiebertherapie nach dem derzeitigen Wissensstand erheblich zur Prognoseverbesserung bei, sie ist desshalb dringend weiterzuentwickeln und in Studien zu untersuchen.

Wer heute noch den prinzipiellen Einsatz der Hypertermie in der Medizin generell ablehnt, trägt nicht nur Zeugnis von mangelnder Information, sondern nandelt nicht im Sinne seiner Patienten (Zitat Prof. Dr. med. Holger Wehner gisunt-Klinik, Zetel).

Eine Geschichte dazu von meinem Freund, einem persischen Arzt:

"Der Urschrei des Kalifen".

Eine schwere Krankheit hatte den König von Khorasan (eine Provinz im Iran), Amir Mansurebne Nuh, befallen. Alle Behandlungsversuche schlugen fehl. Der große und bekannte Arzt Rasi wurde schließlich zu Rate gezogen. Er versuchte zu Beginn alle überlieferten Behandlungsformen, doch ohne Erfolg. Schließlich bat Rasi den König, ihn die Behandlung so durchführen zu lassen, wie er es für richtig finde. In seiner Hoffnungslosigkeit stimmte der König zu. Rasi bat den König, ihm zwei Pferde zur Verfügung zu stellen. Die schnellsten und besten Tazipferde wurden herbeigeschafft. Am frühen Morgen des folgenden Tages befahl Rasi, den König in das bekannte Bad Jouze Mulian in Buchara zu bringen. Da sich der König nicht bewegen konnte, trug man ihn auf einer Sänfte. Im Bad angekommen, ließ Rasi den König sich zu entkleiden, und befahl, daß alle Diener des Königs sich so weit wie möglich vom Bad entfernen sollten. Die Diener zögerten, zogen sich aber zurück, als der König ihnen zu verstehen gab, daß sie so handeln sollten, wie der Hakim (Arzt) es ihnen befahl.

Die Pferde ließ Rasi vor dem Eingang des Bades festbinden. Zusammen mit einem seiner Schüler legte er den König in eine Wanne und übergoß ihn in schneller Folge mit heißem Wasser. Zugleich flößte er ihm heißen Sirup ein, der die Temperatur des Kranken erhöhte. Nach dem dies geschehen war, zogen sich Rasi und sein Schüler an. Rasi stellte sich vor den König und begann plötzlich, diesen auf die übelste Weise zu beschimpfen und zu beleidigen. Der König war schockiert und regte sich in seiner Hilfslosigkeit fürchterlich über diese Unhöflichkeit und ungerechte Beschuldigung auf. In seiner ungeheueren Erregung bewegte sich der König. Als Rasi dies sah, zog er sein Messer, trat nahe an den König heran und drohte, ihn umzubringen. In seiner Angst versuchte sich der König zu retten, bis ihm seine Furcht plötzlich die Kraft gab, aufzustehen und zu fliehen. In diesem Augenblick verließ Rasi schnellsten den Raum und floh zusammen mit seinem Schüler auf dem Rücken der Pferde aus den Mauern der Stadt.

Der König brach erschöpft zusammen. Als er von seiner Ohnmacht wieder erwachte, fühlte er sich freier und konnte sich bewegen. Noch vom Zorn beladen, schrie er nach seinem Diener, ließ sich ankleiden und ritt zu seinem Palast zurück. Die versammelten Menschen jubelten, als sie ihren König frei von seinen Gebrechen sahen. Acht Tage später erreichte den König ein Brief des Arztes, in dem er seine Vorgehensweise erklärte:

Ich habe zunächst alles gemacht, was ich als Arzt gelernt hatte. Als dies keine Früchte brachte, erhitzte ich deinen Körper künstlich und gab dir über deinen Zorn die Kraft, deine Glieder zu bewegen. Als ich sah, daß deine Heilung begonnen hatte, verließ ich die Stadt, um deinem strafendem Arm zu entfliehen. Ich bitte dich, mich nicht zu dir zu holen, da ich mir der ungerechten und gemeinen Beleidigungen bewußt bin, die ich dir in deiner Hilflosigkeit zugefügt habe und für die ich mich abgrundtief schäme. Als der König dies vernahm, erfüllte tiefe Dankbarkeit sein Herz, und er bat den Arzt, zu ihm zu kommen, damit er ihm seine dankbaren Gefühle beweisen konnte.